Revanche gegen Gössendorf geglückt
21. Runde OLM: Do, 30.04.2026 um 19:00 Uhr: SVG - SV Gössendorf 3:1 (0:1)
SVG-Tore: M. Schuster, T. Kmetec, A. Kaufmann / STFV-Bericht
Irgendwie war am letzten Donnerstag, vor dem Tag der Arbeit, Stress angesagt, denn es gab vor, während und nach der Rückrunden-Begegnung gegen den SV Gössendorf-JAZ Hektik pur. So kamen vor der anstehenden Partie aus Runde 21 nicht nur einige Spieler zu spät in die Holzbau Lappi-Arena, sondern auch das obersteirische Schiedsrichter-Team stand im Stau und kam erst kurz vor dem eigentlichen Spielbeginn am Ziel an. Am Ende wurde das Match mit einer viertelstündigen Verspätung angepfiffen. Mit Gössendorf kam ein „alter Bekannter“ nach Gabersdorf. Vor zwei Jahren musste man den bitteren Abstieg in die Unterliga Mitte verkraften, doch die Reise einen Stockwerk tiefer wurde bereits in der darauffolgenden Saison eindrucksvoll gutgemacht. Nach dem Wiederaufstieg gelang es der Truppe um Headcoach Daniel Hofer den Drive in die Oberliga Mitte/West mitzunehmen und so stand man nach zwanzig Runden auf dem vierten Tabellenrang, einen Platz vor dem USVG. Im Herbst feierte Gössendorf vor heimischer Kulisse einen ungefährdeten 2:0-Sieg gegen unsere Kampfmannschaft. Nach dem 1:1 gegen Andritz musste Gabersdorf-Übungsleiter Michael Sammer schon befürchten, dass die Kreativ-Abteilung der Heimischen komplett ausfallen würde. Bis auf Marko Ferk kamen aber die Angeschlagenen alle wieder zurück. Ferk wurde durch Tobias Miklau ersetzt, der eine Woche zuvor Marco Luttenberger ergänzte, der in Graz ausfiel. Der Mittelfeldmotor konnte gegen Gössendorf wieder auf seiner angestammten Position im zentralen offensiven Mittelfeld auflaufen. Gabersdorf war es bewusst, dass nur mit einer geschlossen starken Leistung Punkte herausschauen werden.
Eigentlich wurde die Partie von der ersten Sekunde mit Hektik befeuert. Provokationen auf und neben dem Spielfeld, durch Spieler, Trainer, aber auch Zuschauer ließen vor allem zweite Halbzeit kaum eine ruhige Minute vergehen. Aber der Reihe nach. Das Spiel nahm relativ schnell Fahrt auf und es entwickelte sich eine temporeiche erste Hälfte. Die Gastgeber hatten bereits nach nicht einmal zwei Minuten die Riesenchance mit 1:0 in Führung zu gehen, doch der an diesem Abend bärenstark agierende Gössendorf-Schlussmann Manuel Köhler verhinderte mit einem ersten Safe, nachdem Tai Kmetec alleine vor ihm auftauchte, den Einschlag in seinem Kasten. In der zwölften Minute segelte ein Schuss des gleichen Protagonisten knapp am rechten Pfosten der Gäste vorbei. Praktisch mit der ersten Möglichkeit für Gössendorf stand es 0:1. Nach einer viertel Stunden brachte Elias Pötsch eine massgenaue Flanke ins Strafraumzentrum, wo Marcel Gruber das Spielgerät bereits erwartete und direkt zur Führung abschloss. Nur drei Minuten später blieb einigen Gabersdorfer Fans der Torjubel im Hals stecken, als David Katzianschütz aus 25 Metern einen Strahl abfeuerte, der in die rechte Ecke des Gössendorfer Gehäuses einzufahren drohte, doch irgendwie schaffte es Köhler mit einer Traum-Parade den Ball noch ins Torout zu befördern. Knapp vor dem Pausenpfiff segelte ein Freistoß für die Gäste in den Gabersdorfer Strafraum. Gössendorf konnten aber aus dem gefährlichen Gewühl vor dem Gabersdorfer Tor kein Kapital schlagen. Mit der letzten Chance in Halbzeit eins ging es für beide Mannschaften in die Kabinen. Sechs gelbe Karten (2:4) bis dahin kündigten bereits einen „farbenfrohen“ zweiten Duechgang an.
Auch die zweite Hälfte brauchte nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Zuerst wurde ein Schuss von Marco Luttenberger, der richtig gefährlich werden hätte können, im letzten Augenblick von der Gäste-Abwehr geblockt. Im Gegenzug segelte ein Abschluss Gössendorfs knapp an der linken Stange des heimischen Tores vorbei. Kurz darauf stellte sich USVG-Keeper Andreas Steirer dem Gäste-Angriff entgegen und verhinderte geistesgegenwärtig einen zweiten Treffer. Es war die beste Phase der Gäste im Spiel. Als Stefan Rinner und Co-Trainer Philipp Kogler in der 58. Minute mit gelb/rot vom Feld gestellt wurden, kam Gabersdorf besser ins Spiel. Kurz nach dem Ausschluss war es einmal mehr Köhler, der einen Abschluss von Marco Luttenberger parierte. Gössendorf blieb in Kontern gefährlich. In der 65. Minute standen die Gäste knapp davor einen zweiten Treffer zu erzielen, doch zuerst stellte sich Steirer ein weiteres Mal in den Weg, ehe der Rebound aus bester Position im Gabersdorfer Abendhimmel verschwand. Zu diesem Zeitpunkt wurde es bereits unglaublich hektisch und drohte dem Schiedsrichter, die Partie zu entgleiten. In der 67. Minute übersah der Unparteiische ein klares Handspiel im Gössendorfer Strafraum. Dies wurde zwar vom Linienrichter angezeigt, aber vom Referee ignoriert. In der 73. Minute musste Köhler dann doch erstmals hinter sich greifen. David Katzianschütz zirkelte einen Corner von der rechten Seite in den Gäste-Strafraum, wo Markus Schuster am Höchsten stieg und zum Ausgleich einköpfelte. Elf Minuten später drehten die Heimischen die Partie endgültig. Zuerst konnte sich Köhler ein weiteres Mal auszeichnen, nachdem er einen gefährlichen Abschluss entschärfte, der Ball landete kurz darauf bei Tai Kmetec, der unhaltbar aus ca. 20 Metern zum 2:1 abzog! Gössendorf warf jetzt alles nach vorne und drückte auf den Ausgleich. Durch die unglaubliche Hektik, die dieses Spiel gar nicht gebraucht hätte, kamen die Gäste aber zu keiner nennenswerten Chance. So sorgte Gabersdorf In der dritten Minute der Nachspielzeit für die Entscheidung. Auch hier hatte Köhler zuerst seine Hände im Spiel, ehe der Rebound beim erst kurz zuvor eingewechselten Alexander Kaufmann landete, der mit seinem Premierentor für den USVG zum 3:1 abstaubte. In Folge kassierte Gössendorf-Coach Daniel Hofer den gelb/roten Karton, aber auch USVG-Innenverteidiger Alexander Plhak ließ sich zu einer unklugen Aussage hinreißen und sah kurz vor dem Ende glattrot! Damit verteilte der obersteirische Schiedsrichter vierzehn gelbe (4:10, drei davon sorgten für gelb/rot) und eine rote Karte. Auch nach dem Spiel dauerte es etwas, ehe sich die Wogen glätteten. Am Endstand änderte sich nichts mehr und so konnte sich Gabersdorf für die Hinrunden-Niederlage im Herbst revanchieren und damit Gössendorf in der Tabelle überholen.
Am Samstag, 9.5.2026 um 17 Uhr geht es zum Liga-Krösus nach Großklein. In diesem Derby können die Sammer-Mannen als klarer Außenseiter nur gewinnen. Der Druck liegt bei den Gastgebern, die unbedingt in die Landesliga aufsteigen möchten. Wir brauchen auf jeden Fall eure Unterstützung, um die Sensation einfahren zu können. Also, seid dabei!













